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Herausforderung DFS

Vernetzt, engagiert, kompetent.

In Deutschland sind derzeit etwa acht Millionen Menschen von Diabetes betroffen – Tendenz steigend. Eine Spätkomplikation der Stoffwechselerkrankung sind Fußulzera, die oft mit einer Amputation enden. Angesichts dieser zunehmend dramatischen Situation für den Patienten und die an der Behandlung beteiligten Akteure, veranstaltete L&R am 27. Januar 2016 in Wien einen Presse-Workshop mit dem Titel „Innovative Wundtherapie – Herausforderung Diabetisches Fußsyndrom“. Gemeinsam mit Anwendern und Fach-Journalisten skizzierten Wolfgang Süßle, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Dr. Christian Rohrer, Leiter der Division Forschung und Entwicklung, strukturelle und auf die Bedürfnisse der Anwender und Patienten fokussierte Lösungen. Der Tenor der Experten: Eine innovative, interdisziplinäre Wundversorgung kann hier zu einer substanziellen Verbesserung beitragen: Um der Herausforderung des DFS zu begegnen, bedarf es der Optimierung der für die Wundheilung ausschlaggebenden Bedingungen, d.h. eines interdisziplinären Netzwerks und einer effektiven lokalen Wundtherapie.

Vermeidbare Eingriffe

„Zu den Herausforderungen der Stoffwechselerkrankung gehören Spätkomplikationen wie das Diabetische Fußsyndrom, von dem etwa jeder vierte Mensch mit Diabetes im Laufe seines Lebens betroffen ist“, erklärte Dr. Claudia Ellert, Oberärztin Gefäßchirurgie, Lahn-Dill-Kliniken, Wetzlar, und ergänzte: „Ein Diabetisches Fußsyndrom ist in Deutschland die häufigste Ursache für eine Amputation. Viele dieser Eingriffe wären im Rahmen multidisziplinärer Therapiekonzepte vermeidbar.“

Um möglichst viele diabetische Fußulzera langfristig zu vermeiden, bedeute „gutes Wundmanagement in erster Linie die Antwort auf die Frage: Warum ist die Wunde da“, betonte Anita Mysor, Wundmanagerin, Krefeld/Berlin. Wichtige Aspekte hierbei seien Druckschutz sowie die Beratung und Schulung von Patienten. Insbesondere großflächige Unterschenkelulzera sind durch langwierige stationäre und poststationäre Verläufe gekennzeichnet. Nach einem Debridement wird die Wunde phasengerecht mit Wundauflagen weiter versorgt. „Ziel ist es, Granulation und Epithelisierung der Wunde zu fördern“, erklärte Mysor.

Unter Druck therapieren

„Bei komplexen Wunden ist die Unterdrucktherapie als Goldstandard nach dem Debridement anzusehen“, betonte Ellert. Die Vorteile einer Unterdrucktherapie bestätigen auch Daten von Armstrong et al.1 : Bei 162 Patienten nach einer Minoramputation aufgrund eines diabetischen Fußsyndroms zeigten sich nach 112 Tagen unter einer Unterdrucktherapie Heilungsraten von 56 Prozent, unter feuchter Standard-Wundbehandlung waren es dagegen 39 Prozent. Die Zeit bis zur Wundheilung betrug 56 bzw. 77 Tage. „Damit“, so resümierte Ellert, „führt die Unterdrucktherapie zu effektiverer Wundheilung und Wundverschluss, bietet eine bessere Lebensqualität für den Patienten und kann durch kürzere Krankenhausaufenthalte die Therapiekosten reduzieren.“ War das Anlegen eines Unterdruckverbandes an den Extremitäten früher oft mühsam und mit großem zeitlichem Aufwand verbunden, gelingt dies mit dem innovativen Suprasorb CNP EasyDress einfach, schnell und hautschonend. Der Unterdruckverband ist deutlich schneller fertiggestellt als bei konventionellen Abklebemethoden. Die Zeitersparnis liegt bei bis zu 90 Prozent.2

Vernetzt und innovativ

Nicht nur ist ein enger Austausch mit Anwendern aus stationären und ambulanten Versorgungsstrukturen von entscheidender Bedeutung. Dr. Christian Rohrer, Leiter der Division Forschung und Entwicklung, verdeutlichte zudem: „Damit uns Innovationen gelingen, institutionalisierten wir den Prozess eines Innovationsmanagements, spüren Technologien und Ideen auf, evaluieren sie und setzen sie in kooperativer, vertraulicher Zusammenarbeit mit Anwendern und Patienten um.“ Zuallererst sind die Bedürfnisse der Ärzte, Pflegenden und Wundexperten zu verstehen, und sie dann mit optimalen Versorgungslösungen zu befriedigen. „Das dehnt unsere Aufgabe über das Angebot einer optimalen Produktlösung hinweg aus“, beschrieb Wolfgang Süßle, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Denn um Problemstellungen zu lösen, gilt es, über das alleinige Produkt hinausgehenden Service, Konzepte bzw. Orientierung zu geben, sowie mittels praxisorientierter, wissenschaftlich fundierter Guidelines und Empfehlungen die Versorgung zu unterstützen.“ Und der Erfolg gibt dem Unternehmen recht: L&R konnte im vergangenen Jahr seine internationale Präsenz in den unterschiedlichsten Regionen stark ausbauen, vor allem in den USA, China, Nord-Afrika und im Mittleren Osten. Der Konzern erzielte 2015 einen Jahresumsatz von mehr als 557 Millionen Euro – eine Steigerung zum Vorjahr von 6,4 Prozent. 

 

Quellen:

(1) Armstrong et al. Negative Pressure Wound Therapy After Partial Diabetic Foot Amputation Negative. Lancet, 2005

(2) Duft M, Ostapowicz D, de Lange S, Griesshammer K, Abel M: Audit on the usability, user and patient satisfaction of tubular bandage. Multi-center international post-marketing study under real conditions, 2015

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