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04.09.2017

Norovirus-Saison 2017

Der Norovirus ist in Deutschland mit 84.575 gemeldeten Fällen erneut die häufigste, meldepflichtige Infektionskrankheit in 2016 gewesen1. Ihren saisonalen Höhepunkt wird sie wieder in den bevorstehenden Wintermonaten haben. Dabei liegen die gemeldeten Fälle bereits Ende Juli 2017 mit 46.401 um 9.133 höher, als im Vergleich zum Vorjahr2. Um einer Ansteckung oder sogar einem Ausbruch vorzubeugen, sind konsequent durchgeführte Hygienemaßnahmen die wirksamste Methode. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Händedesinfektion. 

Noroviren sind für einen Großteil der nicht bakteriell bedingten Gastroenteritiden im Kindes- und Erwachsenenalter verantwortlich.1 Die Wochenzahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von 2016/2017 zeigen, dass ab Oktober mit einem sprunghaften Anstieg zu rechnen ist, der sich in der Regel bis April hält.1 Dabei kommt es laut dem RKI, da nur die klinisch-labordiagnostisch bestätigten Fälle die Referenzdefinition erfüllen, zu einer deutlichen Unterschätzung der tatsächlichen Fallzahlen. 

Dies sieht die „AGES – IMED Graz Zentrum für lebensmittelbedingte Infektionskrankheiten“ in Österreich ähnlich: „Es ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Inzidenz wesentlich höher ist als die aus den gemeldeten Fallzahlen für das Jahr 2016 berechnete Inzidenz von 9,3/100.000 EinwohnerInnen.“3 

Die höchsten altersspezifischen Inzidenzen in Deutschland lagen in 2016, wie in den Vorjahren, bei Kindern unter fünf Jahren (595 Erkrankten/100.000 Einwohner) sowie bei über 79-Jährigen (289 Erkrankten/100.000 Einwohner). Krankenhäuser (28 Prozent), Alten- und Pflegeheime (21 Prozent) sowie Kinderbetreuungseinrichtungen (21 Prozent) hatten 2016 erneut die höchsten Fallzahlen zu verzeichnen.1 Diese Gemeinschaftseinrichtungen haben somit die höchste Wahrscheinlichkeit, auch in der anstehenden Saison wieder die Statistiken anzuführen.

Das Ausmaß der oft explosionsartigen Ausbreitung der Erkrankung kann durch eine frühzeitige Diagnostik und die konsequente Durchführung geeigneter Hygienemaßnahmen, insbesondere der Händehygiene, wie sie von der WHO in ihrer Guideline empfohlen wird4, eingedämmt werden. Dabei sollten die fünf Indikationen zur Händedesinfektion - vor Patientenkontakt und vor aseptischen Tätigkeiten sowie nach Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien, nach Patientenkontakt und nach Kontakt mit Oberflächen in unmittelbarer Umgebung des Patienten - konsequent verfolgt werden.

Sowohl für die hygienische als auch für die chirurgische Händedesinfektion bietet Lohmann & Rauscher (L&R) in Österreich seit dem Februar 2017 zwei Händedesinfektionsmittel an, das „L+R handdisinfect blue“ auf propanolischer Basis sowie das „L+R handdisinfect green“ auf ethanolischer Basis. In der Schweiz bietet L&R seit 01. September 2017 neben „L+R handdisinfect blue“ auf propanolischer Basis und „L+R handdisinfect green“ auf ethanolischer Basis zusätzlich auch „L+R handdisinfect gel“ auf ethanolischer Basis an. Die Wirksamkeit aller Produkte ist vom Verbund für angewandte Hygiene (VAH) zertifiziert. Sie enthalten keinen Zusatz von remanent wirksamen Wirkstoffen und entsprechen somit den aktuellen Empfehlungen der KRINKO5. Die empfohlene Einwirkzeit für den Einsatz bei Noroviren liegt bei 30 Sekunden, also innerhalb der praxisrelevanten Zeit der hygienischen Händedesinfektion. 90 Sekunden werden für die chirurgische Händedesinfektion benötigt. Alle Produkte sind zusätzlich zur VAH-Liste ebenfalls im ÖGHMP-Expertisenverzeichnis gelistet.

 

Referenzen:

1. Robert Koch-Institut. Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2016, Berlin 2017.
2. Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin, 17. August 2017 / Nr. 33.
3. Nationale Referenzzentrale für Noroviren, Jahresbericht 2016, AGES – IMED Graz Zentrum für lebensmittelbedingte Infektionskrankheiten; www.ages.at/service/service-oeffentliche-gesundheit/referenzzentralen/rz-noroviren/, zuletzt aufgerufen: August 2017.
4. WHO: WHO guidelines on hand hygiene in health care. First global patient safety challenge—clean care is safer care. Geneva, 2009.
5. KRINKO am Robert Koch Institut. Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Bundesgesundheitsblatt. 2016;59: 1189-220.

 

Weitere Informationen zu Lohmann & Rauscher (L&R) unter:

 

www.lohmann-rauscher.com

 

Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten.


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